1. Monatsupdate 1/12

12Okt2017

Liebe Familie & Freunde,

ich kann es irgendwie gar nicht so richtig fassen... Ich bin jetzt schon seit einem Monat in den USA! Ich muss zugeben es fühlte sich an wie 1 Woche, ungelogen. Ich musste mit up und downs kämpfen aber die Anfangsphase ist doch bekanntlich die 2 schlimmste Phase nach dem Abschied.

Meine erste Arbeitswoche wahr der pure horror... Am zweiten Tag nach dem ich die Jungs von der Schule abgeholt habe fing es schonmal damit an, dass ich mich um satte 45 Minuten verfahren habe auf dem Weg zur Bücherreih um ein Buch für meinen Gastjungen abzuholen. Dann hab ich mich auch noch auf dem weg zu Magerets Doktortermin verfahren und wegen mir ist sie dann 10 Minuten zu spät gekommen(was sie gar nicht witzig fand). Die Jungs hatten den ganzen Tag keinen Snack und waren dementsprechend auch sehr schlecht drauf. Danach war Hausaufgaben machen eh nicht der größte Spaß... Da ich mit dem einen Zwilling sehr viele schwierigkeiten habe wenn es darum geht Hausaufgaben zu machen und der andere nach 10 Minuten fehlerfrei fertig ist und er dann den anderen Zwilling anfängt zu ärgert warum er so langsam sei, ich kann euch sagen, dass war bis jetzt der schlimmste aller Tage.

Anfangs musste ich auch mit unheimlichen Heimweh kämpfen. Ich weiß nicht warum aber ich hatte noch nie Heimweh und ich hätte um ehrlich zu sein nicht gedacht, dass es sich so komisch anfühlt. Zuerst wusste ich gar nicht was es war. Ich dachte ich hätte was falsches gegessen oder so. Aber dann viel mir auf das ich über kleine Dinge traurig wurde. Wie zum Beispiel, dass ich meiner Mutter nicht mal schnell um Rat fragen kann wenn es nach 1 Uhr mittags bei mir ist, weil dann alle in Deutschlöand tief und fest schlafen. Mir viel auch auf das ich so kleine Dinge vermisse wie zum Beispiel mit meiner Gruppe an den Dockhoock zufahren und einfach zu chillen oder sonst irgendwas mit Ihnen zu machen. (Leute ich vermiss euch immer noch ziehmlich doll #Nomnom). Da zu kam auch noch, dass eine meiner besten Freundinnen 18 geworden ist und ich nicht dabei sein konnte um mit ihr ihre erste Autofahrt ohne Eltern zu machen oder mich bei ihrer Party über sie lustig machen weil sie beim Geburtstag spiel fehler macht oder sonst was.Die meisten sagen man kommt über Heimweh hinweg in dem man sich ablenkt und Dinge unternimmt. Aber ich muss ehrlich sagen mir hilft es mehr wenn ich mit meinen Freunden und Familia daheim einfach nur kurz mal quatschen kann auch wenn es nur 5 Minuten sind. Wenn ich mit ihnen telefoniere oder skype dann fühlt es sich so an als wären sie nur eine Autofahrt von hier entfernt und das hilft mir unendlich doll.

Aber wollen wir uns mal auf die guten Dinge konzentrieren, bevor ich hier traurig werde!

Autofahren ist um einiges leichter geworden, da ich jetzt nicht mehr füreinen 2 Milen Weg ein Navi brauche. Dann hab ich herrausgefunden wie ich den einen Zwilling dazu bringen kann seine Hausaufgaben zu machen und ich glaube mitlerweile haben die beiden es aufgegebn mich zu testen und ich werde endlich ernstgenommen wenn ich etwas sage. Mit Mageret läuft es auch immer besser und langsam fängt sie auch an mit mir über viele Sachen zu reden und nicht nur über das alltägliche. Ich fühl mich Pudelwohl in meiner Gastfamilie! Ein bisschen mehr wie zuhause habe ich mich dann gefühlt, als ich meine ganzen Bilder aufgehängt habe und mir bei Target einige Dekodinge gekauft habe. Ich habe hier Freunde gefunden die zum einen Superwitzig sind und zum anderen auch super Reiselust haben. Und das Englisch fällt mir immer leichter. Es ist immer noch schwer und ich habe immer noch diesen maximal peinlichen Deutschen akzent aber es wird immer besser!

Im großen und ganzen kann ich mal wieder sagen das es mir hier sehr gut gefällt. Trotz anfänglicher start schwierigkeiten, Heimweh und Englisch Problemen. Ich freue mich auf die nächsten 12 Monate in meiner zweiten Heimat!

1/12 Check

Liebe Grüße aus Amerika,

eure Myrna!♥